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Chemikalienresistente Fugen

Chemikalienbestaendige Fugen

Keramische Beläge weisen eine hervorragende Beständigkeit gegen die Dauereinwirkung von Chemikalien, Säuren oder Laugen in unterschiedlichsten Konzentrationen sowie aggressiven Wässer und Reinigungsmittel auf. Zementäre Fugenmörtel hingegen sind selbst bei bester Qualität der Beanspruchung wenn auch nur von schwachen Säuren nicht gewachsen. Beständig gegen aggressive Mittel wird der keramische Belag erst, wenn die Verfugung mit säurefestem Epoxidharz erfolgt. Die Anforderungen an das Fugenmaterial sind deshalb zum einen eine erhöhte, mechanische Widerstandsbeständigkeit, weshalb es für begangene und befahrene Bodenfugen geeignet sein muss.

Ein Anwendungsbeispiel sind Abdichtungen in Kläranlagenoder Abwasserleitungen. Verfugungen in diesem Bereich sind Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers, die langfristig Schutz bieten müssen, um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten.

In Abwasserkanälen oder in Kläranlagen sind Fugen hohen Dauerbeanspruchungen ausgesetzt. Zu den, meist gut einschätzbaren, mechanischen Beanspruchungen durch Wasserdruck und die Fließgeschwindigkeit des Wassers kommen hohe, nicht einschätzbare Belastungen durch Chemikalien, Bakterien und Mikroben hinzu. Das Problem, dass die Zusammensetzung und Konzentration der Schmutzstoffe nicht bekannt ist und sich jederzeit verändern kann, stellt eine weitere Herausforderung dar. Klar ist: Bakterien und Mikroben sollen Schmutzstoffe abbauen, die Dichtstoffe müssen ihnen aber standhalten. Deshalb müssen diese Fugen aufgrund starker Chemikalienbelastung hochchemikalienbeständig sein.

Weitere Anwendungsgebiete für säurefeste Verfugungen sind zum Beispiel gegeben im Schwimmbadbau gegen aggressive Wässer und Reinigungsmittel, in Großküchen gegen Fettsäuren, in Batterieräumen gegen Schwefelsäure, in Krankenhäusern gegen Desinfektionsmittel, in Laboratorien gegen Säuren, Laugen und Chemikalien aller Art, in der chemischen Industrie, in der Lebensmittelindustrie, in der Getränkeindustrie gegen Fruchtsäuren, Zuckerlösungen oder in Molkereien gegen Milchsäuren und Fettsäuren.